Kinesiologie – Muskeltest

Was ist Kinesiologie? Was der kinesiologische Muskeltest?

Erläuterungen für ein grundsätzliches Verständnis:

Kinesiologie – die Lehre der Bewegung – kombiniert verschiedene Heilmethoden miteinander: die Akupressur mit den Wurzeln im chinesischen Heilsystem der Meridiane (Energiebahnen); Übungen, in denen man mit der Vorstellungskraft arbeitet (Visualisierungs-/Imaginationstechniken), die in allen Kulturen zu finden sind; die Gehirnforschung und nicht zuletzt die Stressforschung einschließlich der physiologischen Abläufe im Körper sind hier zu nennen.

Der Grundsatz der Kinesiologie

“Ist aufgrund von Stresseinwirkung der Energiefluss in einem Meridian beeinträchtigt, werden das mit dem Meridian verbundene Organ (auch das Gehirn ist ein Organ!) und der zugeordnete Muskel energetisch unterversorgt. Aus dieser Erkenntnis wurde die kinesiologische Methode des Muskeltestens entwickelt: Reagiert ein Muskel schwach, liegt ein Stressor vor; reagiert er stark, ist kein Stressor vorhanden.” (Lesch/Förder in: “Kinesiologie. Aus dem Stress in die Balance” 1994, Seite 37).

Als zusätzliches Element hat die Kinesiologie den Muskeltest entwickelt. Es gibt eine Menge verschiedener Muskeltests. Diese Techniken kann man lernen. In der Regel benötigt man einen Partner oder Partnerin – eine Person ist “Tester” die andere die Testperson. Varianten des Selbsttestens sind möglich.

Dies zu erlernen braucht viel Übung und mentale Klarheit, denn das Ergebnis kann auch leicht von der Erwartung und Wahrnehmung beider Personen beein- trächtigt werden. Diese Testmethode kann als Wegweiser genommen werden, für eine Momentaufnahme des Energiesystems unseres Körpers. Das gefundene Ergebnis wird mit einer Kontrollfrage nochmals überprüft und ist daher sehr gut geeignet, herauszufinden, welche Einflüsse – z.B. Gefühle, Nahrungsmittel, Gedanken, Erlebnisse, Traumata, usw. – die Lebensenergie herabsetzen.

Muskeltest – wofür?

Der Muskeltest wird in der Psychologischen Kinesiologie eingesetzt, um gezielt an ursprüngliche Ersterfahrungen zu gelangen, die uns heute das Leben schwer macht. Die prägende erste Erfahrung ist oft nicht mehr erinnerbar oder verdrängt. Es wird oft nur an der Oberfläche der Erkrankung oder des Symptoms “rumgedoktort”, ohne die eigentliche Ursache zu beheben. Meist steht sie dann “hinterrücks” wieder als Problem in neuem Gewand vor uns. Das eigentliche Thema ist dabei unerledigt.

Muskeltest – und dann?

Die Kinesiologie in ihren verschiedenen Richtungen und Ausprägungen geht den Weg, mittels des Unterbewusstseins mit dem Muskeltest als “Übersetzer” die Erstprägung und somit die Ursache einer aktuellen Belastung herauszufinden. Wird dies entdeckt oder aufgedeckt und im Zusammenhang betrachtet, gibt es weitere Methoden, um das ursprüngliche Erlebnis zu neutralisieren.

Der Muskeltest dient als Weg zum Zwischenziel, um am möglichen Thema zu arbeiten.

Dieser Muskeltest ist kein Zaubermittel und kein Lügendetektor. Er ersetzt keine eigene Meinung oder den gesunden Menschenverstand. Er ermöglicht keine “Abkürzungen” bei der eigenen Entwicklung.

Den kinesiologischen Muskeltest erstnehmen aber nicht die Verantwortung für sich selbst abgeben!

Der Muskeltest förderlich eingesetzt, ist ein hilfreiches und wirkungsvolles Instrument in der Kommunikation mit dem Unterbewusstsein und dafür wunderbar!

Buchtipp:
Christa Keding: Gesund durch analytische Kinesiologie
Und: Gesund durch psychologische Kinesiologie
Beides erschienen im Jupp Oesch Verlag

Der Körper lügt nicht – Der Kinesiologie-Klassiker – John Diamond – erschienen im vakverlag

Brain-Gym & Co – kinderleicht ans Kind gebracht – Christina Buchner – vakverlag

Text: Teilweise entnommen aus ingra-akademie-post – Wera Nägler – Ausgabe 10/Juli 2005
Themen rund um die Persönlichkeitsentwicklung, Selbstorganisation und Gefühls-Management